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Pressemitteilung vom 31.07.2026
BVTE kürt erstmals die „Schmuggelzigarette der Woche“
Der BVTE hat erstmals den Negativpreis „Schmuggelzigarette der Woche“ vergeben. Ausgezeichnet wurde eine grob gefälschte windschiefe Packung „Gauloises Blondes Lights Red“, die weder Steuerzeichen noch Warnhinweise oder Rückverfolgbarkeitscode aufweist. Mit der neuen Serie wird wöchentlich auf die Gesundheitsrisiken sowie die Folgen des illegalen Tabakhandels aufmerksam gemacht. Angesichts der geplanten Tabaksteuererhöhungen warnt der BVTE vor einem weiteren Wachstum des Schwarzmarkts.
Pressemitteilung vom 21.07.2026
Tabaksteuer bricht ein: 15 Cent mehr Steuer – 15 Prozent weniger Einnahmen
Nach den heute veröffentlichten Daten des Monatsberichts des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) sind die Tabaksteuereinnahmen erneut deutlich eingebrochen. Demnach beliefen sich die Einnahmen aus der Tabaksteuer im ersten Halbjahr 2026 auf 6,792 Milliarden Euro. Das entspricht einem deutlichen Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Bereits zum 1. Januar 2026 war die Tabaksteuer um 15 Cent je 20er-Packung Zigaretten erhöht worden. Die Entwicklung der Einnahmen zeigt nach Auffassung des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), dass die Belastungsgrenze des legalen Marktes erreicht ist. Der Verband warnt deshalb eindringlich vor weiteren Steuererhöhungen.
BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke erklärt: „Sowohl der Gesetzentwurf der Bundesregierung als auch die Pläne der Regierungskoalition für eine weitere drastische Erhöhung der Tabaksteuer sind finanzpolitischer Wahnsinn. Die derzeit diskutierte Steuererhöhung von 80 Cent je Packung würde den Preis einer Zigarettenschachtel bereits im kommenden Jahr auf rund 9,10 Euro und bis 2030 auf fast 12 Euro steigen lassen.
Die aktuellen Zahlen sind ein deutliches Warnsignal. Wenn bereits eine Steuererhöhung um 15 Cent mit einem Rückgang der Tabaksteuereinnahmen von 15 Prozent einhergeht, muss die Politik die Folgen weiterer drastischer Steuererhöhungen sorgfältig abwägen. Eine verantwortungsvolle Steuerpolitik spielt nicht der organisierten Kriminalität in die Hände, sondern orientiert sich an den wirtschaftlichen Realitäten.
Pressemitteilung vom 14. Juli 2026
BDS bedankt sich für größtes Konjunkturprogramm seit Jahrzehnten
Der fiktive Bundesverband Deutscher Schwarzmarkthändler (BDS) hat sich heute ausdrücklich bei der Bundesregierung für die geplanten drastischen Tabaksteuererhöhungen bedankt.
„Seit Jahren hätten wir uns ein derart umfassendes Förderprogramm für den illegalen Handel nicht vorstellen können. Nun scheint es endlich Realität zu werden“, erklärte der imaginäre Verbandsvorsitzende Karl Kippe.
Nach Auffassung des BDS schaffen die geplanten Steuererhöhungen ideale Wachstumsbedingungen für Schmuggel, grenzüberschreitende Einkäufe und den Schwarzmarkt. Jede weitere Preiserhöhung verbessere die Wettbewerbsposition gegenüber dem legalen Handel. Angesichts der hervorragenden Geschäftsaussichten bereite sich die Branche bereits auf zusätzliches Wachstum vor. Nach Angaben des Verbandes würden derzeit neue Lagerkapazitäten erschlossen und Fachkräfte für grenzüberschreitende Logistik ohne unnötige Bürokratie gesucht.
Aufruf
Nein zur Tabaksteuererhöhung: Beteiligen Sie sich!
Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der eine schrittweise Anhebung der Tabaksteuer in vier Stufen bis 2030 vorsieht. Der BVTE kritisiert sowohl das Anhörungsverfahren als auch die aus seiner Sicht fehlende Berücksichtigung eigener Vorschläge zur Verbesserung der Tabaksteuereinnahmen. Noch ist Zeit, sich zu wehren. Nach der parlamentarischen Sommerpause müssen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages das Gesetz noch beschließen.
Welche Auswirkungen haben die geplanten Steuererhöhungen auf Verbraucherinnen und Verbraucher? Mit unserem Rechner können Sie Ihre voraussichtliche finanzielle Mehrbelastung ermitteln. Zudem haben Sie die Möglichkeit, Ihre Einschätzung zu den geplanten Änderungen öffentlich sichtbar zu machen und sich an der aktuellen Debatte zu beteiligen.