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Vape-Rücknahmepflicht
Rücknahmepflicht von alten E-Zigaretten und Tabakerhitzern im Handel
Alle E-Zigaretten oder Caps/Pods gehören nicht in den Hausmüll, sondern sie sollten als Elektromüll im Wertstoffhoff entsorgt bzw. im Fachhandel oder beim Hersteller direkt zurückgegeben werden. In der Regel sind Akkus, Batterien oder sonstige Bauteile, die schädliche Substanzen enthalten, gekennzeichnet. Das Symbol einer durchgekreuzten Mülltonne findet man auf den Geräten selbst oder auf deren Verpackung. Leere Liquid Bottles dürfen in den Hausmüll, sie gehören ohne Totenkopf gekennzeichnet in die Gelbe Tonne bzw. mit Totenkopf gekennzeichnet in den Restmüll.
Ab dem 01.07.2026 gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Änderung für den Handel: Alle Verkaufsstellen, die E-Zigaretten, Pod-Systeme oder Tabakerhitzer für Tabaksticks an Endverbraucher abgeben, müssen ab Juli Altgeräte dieser Geräteart kostenlos von Endverbrauchern zurücknehmen – unabhängig von Verkaufsfläche, Neukauf und davon, ob der Händler das entsprechende Gerät selbst verkauft hat.
Alle Informationen auf einen Blick
Pressemitteilung vom 28.04.2026
Milliarden, die nie kommen: Kritik an Tabaksteuer-Plänen
Der BVTE kritisiert die vorgelegten Pläne zur erneuten Erhöhung der Tabaksteuer für dieses Jahr als wirtschaftspolitisch riskant und realitätsfern. Aus Sicht des BVTE drohen statt der geplanten Mehreinnahmen steigende Schwarzmarktanteile, sinkende Steuereinnahmen und erhebliche Belastungen für Verbraucher und Wirtschaft.
Die aktuellen Pläne sehen innerhalb von 16 Monaten zusätzliche Tabaksteuereinnahmen von rund 2,8 Milliarden Euro bis Ende 2027 vor. Der BVTE hält diese Erwartungen für unrealistisch. Erfahrungen aus Deutschland und Europa zeigen, dass abrupte und starke Preiserhöhungen regelmäßig zu Ausweichreaktionen führen – mit negativen Folgen für den legalen Markt.
„Diese Rechnung wird nicht aufgehen. Wer in kurzer Zeit massive Preissteigerungen erzwingen will, riskiert eine Verlagerung in den Schwarzmarkt und am Ende geringere statt höherer Steuereinnahmen“, erklärt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.
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Jugend- und Verbraucherschutz
Zur Verabschiedung des strengen Anti-Rauch-Gesetzes in Großbritannien
Die vom britischen Parlament verabschiedete Anti-Rauch-Regulierung markiert einen tiefgreifenden Eingriff in individuelle Konsumentscheidungen. Künftig soll niemand, der nach dem 1.01.2009 geboren wurde, jemals legal Zigaretten und ähnliche Produkte erwerben können, das Mindestalter für den Kauf wird schrittweise Jahr für Jahr angehoben. Ziel der Regierung ist eine „rauchfreie Generation“. Gleichzeitig werden Einschränkungen für E-Zigaretten und deren Nutzung ausgeweitet. Damit ist Großbritannien nach den Malediven das zweite Land der Welt, das ein Tabakverbot für ganze Generationen verhängt.
Aus BVTE-Sicht muss verantwortungsvolle Gesundheitspolitik stets die Balance zwischen Prävention, Freiheit und Eigenverantwortung wahren. Erwachsene Bürgerinnen und Bürger sollten selbstbestimmt über legale Konsumformen entscheiden können. Regulatorik darf nicht allein auf Verbote setzen, sondern muss wissenschaftlich fundierte Konzepte der Risikoreduzierung einbeziehen. Gerade die Entwicklung der Raucherprävalenz zeigt, dass ein Rückgang des Rauchens vor allem dann gelingt, wenn weniger schädliche Alternativen verfügbar und regulatorisch sinnvoll eingebunden werden. Rauchfreie Produkte wie E-Zigaretten oder Tabakerhitzer können für erwachsene Raucherinnen und Raucher ein sinnvoller Weg sein. Statt pauschaler Einschränkungen braucht es eine differenzierte Regulierung, die Innovation ermöglicht, Verbraucher informiert und gesundheitliche Schadensminimierung aktiv unterstützt.
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Umweltschutz
Frühjahrsputzaktion in Berlin
Im Rahmen einer Frühjahrsputzaktion in Berlin beteiligte sich der BVTE gemeinsam mit der Clean-up-Initiative „litterpicker“ und weiteren Freiwilligen an der Beseitigung von Abfällen im öffentlichen Raum. Entlang einer Route rund um Friedrichstraße und „Unter den Linden“ wurden unter anderem Glasflaschen, Verpackungsmüll, ToGo-Abfälle, Kronkorken, Vapes und Zigarettenabfälle gesammelt. Neben der praktischen Reinigung stand der Austausch über wirksame Maßnahmen gegen Littering im Fokus.
Bei der Sensibilisierung für die korrekte Entsorgung von Abfällen war besonders die Neuerung bei der Rückgabe von E-Zigaretten Thema: Ab dem 1. Juli 2026 sind alle Verkaufsstellen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern verpflichtet, diese Altgeräte kostenfrei zurückzunehmen – unabhängig von Verkaufsfläche, Neukauf oder Sortiment.
Ebenfalls in diesem Sommer findet die erste Ausschüttung des Einwegkunststofffonds (EWK) statt – also die „Finanzspritze“ der Hersteller an die Kommunen zur Verbesserung der Sauberkeit im öffentlichen Raum. Bisher fällt die Bilanz des EWK-Fonds aus Sicht der Hersteller ernüchternd aus: Mit rund 248 Mio. Euro lagen die Einnahmen deutlich unter den Erwartungen – eine Folge der unklaren Datengrundlagen, bürokratischen Hürden, langen Entscheidungsprozesse bei der Produkteinstufung sowie die möglichen Wettbewerbsverzerrungen durch nicht registrierte Marktteilnehmer. Der BVTE spricht sich daher weiterhin für eine grundlegende Überprüfung und Vereinfachung des Fonds aus, um dessen Wirksamkeit und Akzeptanz zu verbessern.
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