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Pressemitteilung vom 26.06.2026

Tabaksteuer-Entwurf: Bundesregierung riskiert Zusammenbruch des legalen Tabakmarktes

Der BVTE kritisiert den derzeit regierungsintern abgestimmten Entwurf für ein neues Tabaksteuergesetz. Immer höhere Steuerern schwächen den legalen Tabakmarkt, stärken den Schwarzmarkt und reduzieren die Steuereinnahmen des Bundes weiter. Die jüngst vorgestellten aktuellen Tabaksteuerdaten des Bundesfinanzministeriums sind erschreckend und ein Beleg, dass die derzeitige Tabaksteuerpolitik ihre Ziele verfehlt: Zwischen Januar und Mai 2026 beliefen sich die Einnahmen aus der Tabaksteuer auf 5,208 Milliarden Euro. Das sind 20,5 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Tabaksteuer wurde zum 1. Januar 2026 erneut angehoben.

Der BVTE fordert die Bundesregierung daher auf, den Gesetzentwurf grundlegend zu überarbeiten und die Entwicklungen in Deutschland sowie die Erfahrungen anderer europäischer Länder bei den weiteren Beratungen zu berücksichtigen.

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Faktencheck

Koreanische Studie zu E-Zigaretten: Ergebnisse erfordern differenzierte Einordnung

Die kürzlich in *Nature Medicine* veröffentlichte Studie von Kim et al. untersucht mögliche Zusammenhänge zwischen der Nutzung von E-Zigaretten nach dem Rauchstopp und dem Risiko für Lungenkrebs. Die Ergebnisse werden derzeit in den Medien vielfach als Beleg für erhöhte Krebsrisiken dargestellt. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch wichtige Einschränkungen: Die Vergleichsgruppen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Alter und möglicher Dauer der Rauchabstinenz. Zudem beruhen zentrale Risikoschätzungen auf sehr wenigen beobachteten Krebsfällen. Die Studienergebnisse sollten daher mit der gebotenen wissenschaftlichen Vorsicht interpretiert werden.

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Faktencheck

DGP setzt E-Zigaretten mit Zigaretten gleich – BVTE-Faktencheck zur Studienlage

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) setzt E-Zigaretten in einer aktuellen Pressemitteilung mit Tabakzigaretten gleich. Der BVTE-Faktencheck zeigt, dass diese Bewertung maßgeblich auf einer umstrittenen Studie beruht, deren Methodik von zahlreichen Wissenschaftlern kritisiert wurde. Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Evidenz stützt eine Gleichsetzung von E-Zigaretten und Tabakzigaretten nicht.

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Pressemitteilung vom 2. Juni 2026

Fakten statt Verbote – Tabakkonsum unter Jugendlichen langfristig rückläufig

Angesichts wiederholter Forderungen aus Politik und Verbänden nach deutlichen Tabaksteuererhöhungen und neuen Verboten für Tabak- und Nikotinprodukte empfiehlt der BVTE eine Versachlichung der Debatte. Die anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai vom Statistischen Bundesamt und dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) veröffentlichten Daten zum Rauchen und Nikotinkonsum bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen in Deutschland bestätigten insgesamt einen langfristig rückläufigen Trend. Anlass für eine neue Verbotsdebatte böten die Zahlen zum Rauchverhalten nicht. „Für einen Überbietungswettbewerb der Verbotsbefürworter fehlt eine belastbare Grundlage“, erklärte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke: „Stattdessen müssen die Zahlen des Bundesinstituts und des Mikrozensus sachlich bewertet werden, um eine echte Stärkung des Jugendschutzes zu erreichen.“

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