News

Öffentliche Konsultation

Aufruf zur aktiven Beteiligung an EU-Konsultation zum Tabakrecht

Noch bis zum Montag, dem 15. Juni 2026 können sich Betroffene an der öffentlichen EU-Konsultation mit einer Stellungnahme einbringen und beteiligen. Ein Bündnis der Verbände des Tabakgroß- und Einzelhandels, des Tankstellengewerbes und der Industrie hat eine Mobilisierungsaktion gestartet und ruft zur aktiven Beteiligung auf.

Die Europäische Kommission bereitet eine umfassende Verschärfung der EU-Regeln für Tabak- und Nikotinprodukte vor. Bis zum Jahresende soll ein Gesetzesvorschlag zur Überarbeitung der EU-Tabakproduktrichtlinie und der EU-Tabakwerberichtlinie vorgelegt werden. Seit dem 18. Mai läuft dazu eine von der EU-Kommission gestartete öffentliche Konsultation ("Call for Evidence").

Zur Konsultation auf dem Beteiligungsportal der Europäischen Kommission
Zur ausführlichen Pressemitteilung der Verbände
Aufruf an alle Händler (Flyer)

Faktencheck

DGP setzt E-Zigaretten mit Zigaretten gleich – BVTE-Faktencheck zur Studienlage

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) setzt E-Zigaretten in einer aktuellen Pressemitteilung mit Tabakzigaretten gleich. Der BVTE-Faktencheck zeigt, dass diese Bewertung maßgeblich auf einer umstrittenen Studie beruht, deren Methodik von zahlreichen Wissenschaftlern kritisiert wurde. Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Evidenz stützt eine Gleichsetzung von E-Zigaretten und Tabakzigaretten nicht.

Zur ausführlichen Bewertung mit Quellenangaben
Zur Themenseite Risikoreduktion

Pressemitteilung vom 2. Juni 2026

Fakten statt Verbote – Tabakkonsum unter Jugendlichen langfristig rückläufig

Angesichts wiederholter Forderungen aus Politik und Verbänden nach deutlichen Tabaksteuererhöhungen und neuen Verboten für Tabak- und Nikotinprodukte empfiehlt der BVTE eine Versachlichung der Debatte. Die anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai vom Statistischen Bundesamt und dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) veröffentlichten Daten zum Rauchen und Nikotinkonsum bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen in Deutschland bestätigten insgesamt einen langfristig rückläufigen Trend. Anlass für eine neue Verbotsdebatte böten die Zahlen zum Rauchverhalten nicht. „Für einen Überbietungswettbewerb der Verbotsbefürworter fehlt eine belastbare Grundlage“, erklärte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke: „Stattdessen müssen die Zahlen des Bundesinstituts und des Mikrozensus sachlich bewertet werden, um eine echte Stärkung des Jugendschutzes zu erreichen.“

Zur ausführlichen Pressemitteilung
Zum Faktencheck auf der BVTE-Themenseite Jugendschutz

Jugendschutz

Raucherprävalenz unter Jugendlichen weiterhin niedrig

Die aktuellen Mikrozensusdaten des Statistischen Bundesamtes bestätigen einen deutlichen Wiederanstieg des Rauchens unter Jugendlichen nur eingeschränkt. Zwar stieg der Raucheranteil der 15–24-Jährigen zwischen 2021 und 2025 von 14,5 auf 15,6 %, innerhalb der einzelnen Altersgruppen zeigt sich jedoch kein genereller Anstieg. Der Anteil rauchender Minderjähriger sank seit 2021 sogar weiter auf etwa 5 %. Unterschiede zwischen Mikrozensus und Drogenaffinitätsstudie beruhen zudem auf verschiedenen Erhebungsmethoden und Datengrundlagen. Bei E-Zigaretten verlagert sich der Konsum zunehmend zu Mehrwegsystemen; die Gesamtprävalenz blieb zuletzt weitgehend stabil.

Zur ausführlichen Kommentierung
Zum Faktencheck auf der Themenseite Jugendschutz