Presse
Pressemitteilung vom 26. Mai 2026
Weltnichtrauchertag 2026: Schwarzmarkt bei Vapes wächst – BVTE erweitert Meldeportal und fordert konsequenteren Vollzug
Berlin, 26. Mai 2026 - Der illegale Handel mit sogenannten Vapes hat sich in Deutschland zu einem massiven Problem entwickelt. Nahezu jede zweite konsumierte Einweg-E-Zigarette stammt laut einer Fraunhofer-IIS-Studie von 2026 vom Schwarzmarkt, genügt häufig nicht gesetzlichen Vorgaben und gefährdet Verbraucherinnen und Verbraucher. Trotz Verbot werden illegale Vapes teils offen oder unter der Ladentheke in vielen Verkaufsstellen angeboten und ohne Alterskontrollen auch an Minderjährige abgegeben.
Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai erweitert der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) sein Meldeportal vape-kontrolle.de um ein weiteres Bundesland: Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger nicht nur in Hamburg und Berlin, sondern auch in Bremen Verstöße gegen den Jugendschutz sowie den Handel mit illegalen Einweg-E-Zigaretten unkompliziert melden. Die Hinweise werden automatisch an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Das Portal informiert zudem über typische Merkmale illegaler Vapes, etwa unzulässige Tankgrößen, überhöhte Nikotingehalte oder fehlende Steuerzeichen. Schrittweise folgen weitere Bundesländer, als nächstes das Saarland. Ziel ist die Unterstützung der zuständigen Behörden bei der Ahndung von Verstößen, um damit den illegalen Handel wirksam zu bekämpfen und die Abgabe von Tabak- und Nikotinprodukten an Minderjährige zu unterbinden.
Die unzufriedenstellende Durchsetzung der Verbraucher- und Jugendschutzvorgaben liegt u.a. daran, dass die Marktüberwachung auf mehrere hundert Behörden bundesweit verteilt ist, wodurch Verstöße oft nicht konsequent verfolgt werden.
Dieser staatliche Kontrollverlust verursachte allein im Jahr 2025 Steuerausfälle in Höhe von über 26 Millionen Euro. Wie viele illegale Zigaretten oder E-Zigaretten Behörden in Deutschland sicherstellen konnten, und wie hoch der damit verbundene Steuerschaden ist, zeigt das BVTE-Mitgliedsunternehmen Imperial Brands Reemtsma mit seinem fortlaufend aktualisierten Schwarzmarkttracker. In diesem Jahr beläuft sich der Steuerschaden bisher bereits auf mindestens 9.732.474 Euro (Stand Mai).
„Deutschland hat ein Vollzugsproblem. Politik und Behörden müssen Rechtsverstöße entschlossener verfolgen und härter sanktionieren“, erklärt Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des BVTE. Der BVTE empfiehlt zielgerichtete Kontrollen, regelmäßige Testkäufe und gerade in Wiederholungsfällen harte, abschreckende Strafzahlungen. „Bußgelder dürfen kein einkalkulierbarer Kostenfaktor sein, sondern müssen Verstöße unattraktiv machen und den Verkauf an Jugendliche wirksam unterbinden. Der wirksamste Hebel des Staates bleibt eine ausgewogene Steuerpolitik, die legale Produkte nicht unnötig verteuert und damit den Schwarzmarkt zusätzlich begünstigt“, so Mücke.
Ein ähnliches Problem zeigt sich bei den tabakfreien Nikotinbeuteln (Pouches): Diese sind in Deutschland de facto verboten, werden aber von rund 1,4 Mio. Erwachsenen über informelle Vertriebswege konsumiert – ohne jede staatliche Kontrolle zulasten von Verbraucher- und Jugendschutz. Der BVTE fordert daher eine rechtssichere Regulierung mit Nikotin-Obergrenzen, klaren Kennzeichnungsvorgaben und risikoadäquater Besteuerung, um den Schwarzmarkt zurückzudrängen und zusätzliche Steuereinnahmen zu erschließen.
Seit Jahren engagiert sich der BVTE für den Kinder- und Jugendschutz. Mehr als eine Million Aufkleber mit dem Hinweis „Stopp! Tabak, E-Zigaretten erst ab 18!“ wurden an Verkaufsstellen verteilt. Ergänzend bietet das kostenfreie Schulungsprogramm jugendschutz-handel.de zertifizierte Online-Schulungen für den Handel an. Mit dem Meldeportal stellt der BVTE ein weiteres Instrument zur Verfügung, um Verstöße sichtbar zu machen und deren konsequente Verfolgung zu unterstützen.
Mit Blick auf die am 18. Mai gestartete Konsultation der Europäischen Kommission („Call for Evidence“) zur künftigen Regulierung von Tabak- und Nikotinprodukten wird sich der BVTE aktiv in die Debatte einbringen. Die Konsultation läuft bis zum 15. Juni 2026. Aus Sicht des BVTE müssen künftige Regulierungsmaßnahmen wirksam, verhältnismäßig und vollziehbar sein, um Verbraucher- und Jugendschutz zu stärken, ohne den illegalen Markt weiter zu fördern.
Über den BVTE
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) vertritt die Interessen der Hersteller von Tabakwaren, E-Zigaretten und verwandten Produkten in Deutschland. Der Verband setzt sich für eine evidenzbasierte Regulierung, einen wirksamen Jugendschutz und einen fairen Wettbewerb ein.
Pressemitteilung vom 28.04.2026
Milliarden, die nie kommen: BVTE warnt vor Wiederholung gescheiterter Tabaksteuerpolitik
Berlin, 28. April 2026 - Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) kritisiert die vorgelegten Pläne zur erneuten Erhöhung der Tabaksteuer für dieses Jahr als wirtschaftspolitisch riskant und realitätsfern. Aus Sicht des BVTE drohen statt der geplanten Mehreinnahmen steigende Schwarzmarktanteile, sinkende Steuereinnahmen und erhebliche Belastungen für Verbraucher und Wirtschaft.
Die aktuellen Pläne sehen innerhalb von 16 Monaten zusätzliche Tabaksteuereinnahmen von rund 2,8 Milliarden Euro bis Ende 2027 vor. Der BVTE hält diese Erwartungen für unrealistisch. Erfahrungen aus Deutschland und Europa zeigen, dass abrupte und starke Preiserhöhungen regelmäßig zu Ausweichreaktionen führen – mit negativen Folgen für den legalen Markt.
„Diese Rechnung wird nicht aufgehen. Wer in kurzer Zeit massive Preissteigerungen erzwingen will, riskiert eine Verlagerung in den Schwarzmarkt und am Ende geringere statt höherer Steuereinnahmen“, erklärt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.
Pressemitteilung vom 02.04.2026
EU-Kommission verfehlt Chance für evidenzbasierte Tabak- und Nikotinpolitik
Berlin, 2. April 2026 - Die Europäische Kommission hat heute ihren Evaluierungsbericht zum EU-Rechtsrahmen für Tabak- und Nikotinprodukte vorgelegt. Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) sieht darin erhebliche Defizite, eine wissenschaftliche Schieflage bei der Beurteilung rauchfreier Nikotinprodukte und warnt vor den Konsequenzen für eine zukunftsfähige Politik.
„Die Europäische Kommission hatte die Chance, ihre Tabakpolitik evidenzbasiert und realitätsnah weiterzuentwickeln. Der vorgelegte Bericht nutzt diese Chance nicht – er soll vielmehr den rückwärtsgewandten Weg für weitere Verbote und eine fortgesetzte Verbraucherbevormundung ebnen“, erklärt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.
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Pressemitteilung vom 30.03.2026
GKV-Reform: Höhere Tabaksteuer löst Probleme nicht / BVTE warnt vor Schwarzmarktturbo, steigender Inflation und verfehlter Strukturdebatte
Berlin, 30. März 2026 - Anlässlich der heutigen Vorstellung der Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) warnt der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) vor den Folgen der vorgeschlagenen massiven Tabaksteuererhöhung zur Finanzierung der steigenden Kosten im Gesundheitssystem. Die von der Kommission prognostizierten Steuermehreinnahmen von 14,8 Milliarden Euro bis 2031 basierten auf völlig realitätsfremden Annahmen.
„Wer glaubt, die GKV mit höheren Tabaksteuern stabilisieren zu können, verwechselt politische Symbolik mit der fiskalischen Wirklichkeit“, erklärt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.
Pressekontakt
Jan Mücke
Hauptgeschäftsführer
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Tel: +49 30 88 66 36 123
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