Am 16. Juli 2025 hat die Europäische Kommission einen Entwurf zur Neufassung der Tabaksteuerrichtlinie vorgelegt. Dieser sieht unter anderem deutliche Anhebungen der EU-Mindestverbrauchsteuersätze, eine Harmonisierung der Steuerkategorien sowie die Einbeziehung von Rohtabak vor. BVTE und der Deutsche Zigarettenverband DZV begrüßen grundsätzlich die Einführung klarer Kategorien für neuartige Produkte wie E-Zigaretten, erhitzte Tabakerzeugnisse und tabakfreie Nikotinbeutel. Gleichzeitig bestehen erhebliche Bedenken gegenüber den vorgesehenen Mindestverbrauchsteuern, die weit über das ökonomisch Tragbare hinausgehen und erhebliche Risiken bergen: Einbruch der Steuereinnahmen, Ausweichen der Konsumenten in den Schwarzmarkt und die Gefährdung des bewährten deutschen Tabaksteuermodells. In einer gemeinsamen
Stellungnahme wird eine maßvolle, ausgewogene Reform gefordert, die Kohärenz mit dem deutschen Tabaksteuermodell sicherstellt, moderate, planbare Anpassungen vorsieht, ein angemessenes Steuerdifferential zwischen Zigarette und Feinschnitt wahrt, neuartige Produkte differenziert nach ihrem Risikoprofil besteuert und auf eine Mindeststeuer für Rohtabak verzichtet.
News
Tabaksteuer
Stellungnahme zur Überarbeitung der EU-Tabaksteuerrichtlinie
Illegale Vapes / Jugendschutz
Illegale Vapes fluten den Markt – BVTE fordert schärfere Maßnahmen und bundesweites Meldeportal
Illegale Vapes gefährden Verbraucher und den Jugendschutz – der Schwarzmarkt wächst rasant. Die aktuellen Zollkontrollen in Dortmund zeigen das Ausmaß des Schwarzmarkts mit Einweg-E-Zigaretten. Kriminelle Händler umgehen Steuern, gefährden Verbraucher und missachten den Jugendschutz. Der BVTE fordert deshalb die konsequente Schließung illegaler Geschäfte, mehr Ressourcen für die Zoll und Marktüberwachung, die Untersagung des Gewerbes für kriminelle Verkäufer und eine bundesweite staatliche Meldestelle für illegale Vapes. Mehr dazu in unserer aktuellen
Pressemitteilung.
Bereits jetzt können Verstöße über das BVTE-Meldeportal
vape-kontrolle.de gemeldet werden.
Nichtraucherschutz
BVTE warnt: Gleichstellung von E-Zigaretten mit Tabak gefährdet Rauchstopp
Die CSU-Landtagsfraktion plant eine Novelle des Bayerischen Gesundheitsschutzgesetzes (BSG), die ein weitreichendes E-Zigaretten-Verbot in öffentlichen Einrichtungen vorsieht. E-Zigaretten und Tabakerhitzer sollen dabei dem klassischen Rauchen gleichgestellt werden.
Der BVTE kritisiert diesen Schritt scharf: „Wer E-Zigaretten wie Tabak behandelt, erschwert den Rauchstopp und gefährdet die Gesundheitspolitik“, warnt Hauptgeschäftsführer Jan Mücke. Schadstoffärmere Alternativen würden so fälschlicherweise mit herkömmlichem Rauchen gleichgesetzt. Statt Symbolpolitik fordert der BVTE effektive Maßnahmen für den Jugendschutz: mehr Kontrollen, harte Strafen für den Verkauf von Tabak- und E-Zigaretten an Minderjährige sowie ein konsequentes Vorgehen gegen illegale Vapes und Werbung in sozialen Medien. Mehr dazu in der
Pressemitteilung.
Meldeportal
vape-kontrolle.de: Meldeportal gegen Jugendschutzverstöße und illegale Einweg-E-Zigaretten
Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai wurde die Initiative
vape-kontrolle.de gestartet. Das neue Meldeportal soll dabei helfen, den Markt für E-Zigaretten sicherer zu machen und Verstöße gegen den Jugendschutz aufzudecken.
Illegale Einweg-E-Zigaretten, sogenannte Vapes, fluten den deutschen Markt. Sie werden häufig von kriminellen Banden importiert und auch an regulären Verkaufsstellen angeboten. Der Kauf dieser Produkte stellt nicht nur ein erhebliches Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher dar. Oftmals gelangen sie in die Hände von Kindern und Jugendlichen, da das Abgabeverbot an Minderjährige nicht überall konsequent kontrolliert wird.
Über vape-kontrolle.de können Bürgerinnen und Bürger Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und der Handel mit illegalen Produkten melden. Mit diesem Beitrag kann jeder und jede die Behörden bei der Ahndung von Verstößen unterstützen. Die ausführliche Pressemitteilung kann
hier nachgelesen werden.
Ein Plakat zum Selbst-Ausdruck steht
hier zum Download bereit.