Presse
Pressemitteilung vom 20. August 2026
BMF-Monatsbericht: Tabaksteuereinnahmen 11,5 Prozent unter Vorjahr / BVTE: Grenze der Belastbarkeit des legalen Marktes erreicht
Berlin, 20. August 2026 - Nach dem heute veröffentlichten Monatsbericht des Bundesministeriums der Finanzen beliefen sich die kassenmäßigen Einnahmen aus der Tabaksteuer von Januar bis Juli 2026 auf 8.542 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem deutlichen Minus von 11,5 Prozent.
Nach Auffassung des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) bestätigen die aktuellen Zahlen einen Trend, der sich bereits seit Jahresbeginn abzeichnet: Trotz der Erhöhung der Tabaksteuer zu Beginn dieses Jahres bleiben die Einnahmen hinter den Erwartungen zurück.
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei der Zigarette, dem wichtigsten Steuerträger der Tabaksteuer. Von Januar bis Juli ging der versteuerte Zigarettenabsatz um 13,5 Prozent auf 35,4 Milliarden Stück zurück. Die daraus erzielten Tabaksteuereinnahmen sanken gleichzeitig um 9,9 Prozent auf 6,29 Milliarden Euro. Auch beim Feinschnitt gingen Absatz und Steueraufkommen zurück. Der Absatz verringerte sich um 7,7 Prozent, die Steuereinnahmen lagen 1,5 Prozent unter Vorjahresniveau.
Dennoch setzt die Bundesregierung ab 2027 auf vier weitere, drastische Tabaksteuererhöhungen und verbindet damit zusätzliche Einnahmeerwartungen in Milliardenhöhe zur Haushaltskonsolidierung. Nach den aktuellen Planungen sollen bis 2030 zusätzliche Tabaksteuereinnahmen von insgesamt mehr als acht Milliarden Euro in die Bundeskasse fließen Nach Auffassung des BVTE wächst die Kluft zwischen diesen Erwartungen und der Realität auf dem Tabakmarkt.
Pressemitteilung vom 14. August 2026
„Schmuggelzigarette der Woche“: Raffinierte Fälschung scheitert an Track & Trace
Berlin, 14. August 2026 – Auf den ersten Blick wirkt die Marlboro-Stange professionell gemacht. Doch ein vorgeschriebenes Sicherheitsmerkmal entlarvt die Ware eindeutig als Fälschung: Auf allen zehn Schachteln findet sich derselbe Track-and-Trace-Code.
Seit 2019 müssen in Deutschland legal vertriebene Zigarettenpackungen mit einem individuellen Track-and-Trace-Code versehen sein. Dieser ermöglicht die Rückverfolgung jeder einzelnen Packung entlang der legalen Lieferkette. Dass bei der vorliegenden Stange derselbe Code mehrfach verwendet wird, ist ein eindeutiges Fälschungsmerkmal.
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Pressemitteilung vom 7. August 2026
"Schmuggelzigarette der Woche": Nordamerika außen, Europa innen
Berlin, 7. August 2026 – Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) stellt in dieser Woche „Marlboro Lights“ als Schmuggelzigarette der Woche vor. Anders als die grobe Fälschung der Vorwoche wirkt die Ware auf den ersten Blick hochwertig verarbeitet. Gerade das macht sie besonders problematisch.
Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass weder die Stangenverpackung noch die darin enthaltenen Zigarettenschachteln eine deutsche Steuerbanderole tragen. Damit handelt es sich um unversteuerte Tabakwaren, die nicht für den legalen Verkauf in Deutschland bestimmt sind.
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Pressemitteilung vom 31. Juli 2026
BVTE kürt erstmals die „Schmuggelzigarette der Woche“ / Grob gefälschte „Gauloises Blondes Lights Red“ erster Preisträger
Berlin, 31. Juli 2026 – Den Negativpreis „Schmuggelzigarette der Woche“ hat der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) heute erstmals in Berlin verliehen. Er ging an eine grob gefälschte 20er Schachtel „Gauloises Blondes Lights Red“.
Das Hinterhofprodukt ist bereits auf den ersten Blick als plumpe Fälschung erkennbar. Ausschlaggebend ist die minderwertig verarbeitete, windschief verklebte Kartonverpackung, auf der als angeblicher Hersteller die Firma Seita mit dem Aufdruck „Made in France“ angegeben wird. Die kyrillische Aufschrift „Сигареты с фильтром“ (20 Filterzigaretten) deutet auf eine illegale Herstellung in Osteuropa hin.
Die gefälschte Zigarettenschachtel verfügt weder über Text- und Bildwarnhinweise noch über ein Steuerzeichen oder den gesetzlich vorgeschriebenen Rückverfolgbarkeitscode. Es ist davon auszugehen, dass der enthaltene Tabak gefährliche Inhaltsstoffe und hygienisch bedenkliche Verunreinigungen enthält.
Pressekontakt
Jan Mücke
Hauptgeschäftsführer
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Tel: +49 30 88 66 36 123
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