Pressemitteilung vom 7. September 2026
Nach dem Wahlbeben in Sachsen-Anhalt: BVTE fordert Stopp des geplanten Tabaksteuerschocks
Berlin, 7. September 2026 - Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist ein unübersehbares Warnsignal für die Politik. Die Analyse von infratest dimap zeigt zugleich, welche Sorgen die Menschen umtreiben: 89 Prozent der AfD-Wähler geben an, sich große Sorgen zu machen, dass die Preise so stark steigen, dass sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. 80 Prozent fürchten, ihren Lebensstandard künftig nicht mehr halten zu können.
Für den Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) ist das ein klarer Auftrag an die Bundesregierung: Wer die Sorgen der Menschen wegen steigender Preise und zusätzlichen finanziellen Belastungen ernst nimmt, darf nicht gleichzeitig neue Steuererhöhungen beschließen.
„Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt muss in Berlin verstanden werden: Die Menschen haben genug von steigenden Kosten und zusätzlichen Belastungen. Wer darauf mit weiteren Steuererhöhungen antwortet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, sagt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke. Diese Entwicklung ist gerade für Sachsen-Anhalt von besonderer Bedeutung. Nach den aktuellen Ergebnissen des Mikrozensus 2025 liegt die Raucherprävalenz im Land bei 24,4 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 19,1 Prozent.
Der BVTE fordert CDU/CSU und SPD deshalb auf, die geplanten Tabaksteuerschocks zu stoppen, die für durchschnittliche Raucher Mehrbelastungen von mehr als 1.000 EUR pro Jahr zur Folge hätten. Statt Verbraucher mit zusätzlichen Steuererhöhungen weiter zu belasten, müsse die Bundesregierung den im Koalitionsvertrag vereinbarten „Aufwuchspfad“ fortsetzen – und nicht darüber hinausgehen. Im Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD ausdrücklich festgehalten, die maßvollen Anpassungen der Tabaksteuer über das Jahr 2026 hinaus fortzuschreiben.
„CDU/CSU und SPD haben sich auf einen verlässlichen Aufwuchspfad verständigt. Erst recht jetzt muss diese Vereinbarung auch gelten. Es ist der falsche Zeitpunkt, die Steuerschraube noch weiter anzuziehen. Die Bundesregierung sollte nicht noch mehr Kaufkraft abschöpfen, sondern für Verlässlichkeit sorgen“, so Mücke.
Bereits heute steht der legale Tabakmarkt unter erheblichem Druck. Die geplanten Tabaksteuererhöhungen würden den Preis einer Packung Zigaretten bis 2030 auf 11,78 Euro treiben. Ein solcher Preisschock droht den illegalen Handel zu stärken und zusätzliche Kaufanreize im grenznahen Ausland zu schaffen. Die erhofften steuerlichen Mehreinnahmen könnten dadurch nicht realisiert werden. Gleichzeitig ist keineswegs garantiert, dass höhere Steuersätze zu höheren Einnahmen führen.
Der BVTE wiederholt daher seine Forderung an die Bundesregierung: Die geplanten Steuerschocks müssen gestoppt werden. CDU/CSU und SPD sollten den eigenen Koalitionsvertrag einhalten und den vereinbarten Aufwuchspfad fortsetzen. Gerade angesichts der aktuellen Sorgen über steigende Lebenshaltungskosten ist jetzt nicht die Zeit für weitere Belastungen.
Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)
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