Faktencheck
Koreanische Studie zu E-Zigaretten: Ergebnisse erfordern differenzierte Einordnung
Die kürzlich in *Nature Medicine* veröffentlichte Studie von Kim et al. untersucht mögliche Zusammenhänge zwischen der Nutzung von E-Zigaretten nach dem Rauchstopp und dem Risiko für Lungenkrebs. Die Ergebnisse werden derzeit in den Medien vielfach als Beleg für erhöhte Krebsrisiken dargestellt. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch wichtige Einschränkungen: Die Vergleichsgruppen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Alter und möglicher Dauer der Rauchabstinenz. Zudem beruhen zentrale Risikoschätzungen auf sehr wenigen beobachteten Krebsfällen. Die Studienergebnisse sollten daher mit der gebotenen wissenschaftlichen Vorsicht interpretiert werden.