Umweltschutz

Zigaretten­filter
Taschen­ascher
Umweltschutz

Umweltschutz

Nicht alle Raucher entsorgen ihre Zigarettenabfälle ordentlich in Abfalleimern, wenn sie auf der Straße oder im Park rauchen. Oft geschieht dies aus Gedankenlosigkeit oder aufgrund fehlender Entsorgungsmöglichkeiten. Vielen Raucherinnen und Rauchern ist gar nicht bewusst, dass sie damit die Umwelt verschmutzen und eine Ordnungswidrigkeit begehen.

Politisch soll das Problem gelöst werden, indem man den Herstellern einseitig die Verantwortung für weggeworfene Zigarettenabfälle auferlegt und die Konsumenten aus ihrer Pflicht zur korrekten Abfallentsorgung entlässt. Zukünftig sollen die Hersteller von Zigarettenfiltern für alle im öffentlichen Raum entsorgten Zigarettenkippen anteilig die Kosten für die Abfallbeseitigung und die Straßenreinigung übernehmen.  Festgelegt wurde dies in der EU-Richtlinie zur Eindämmung der Umweltverschmutzung durch Einwegplastik. In Deutschland sollen diese Regelungen im Kreislaufwirtschaftsgesetz ( KrWG) umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie HIER.

Der Filter ist ein wichtiger Bestandteil von Tabakprodukten, der toxische Substanzen des Tabakrauches herausfiltert und notwendig ist, um die gesetzlich zulässigen Höchstwerte an Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid im Rauch einzuhalten. Die aktuell verwendeten Filter bestehen aus dem Biokunststoff Celluloseacetat. Dieses Material ist zwar vollständig biologisch abbaubar, allerdings sehr langsam – je nach Umweltbedingungen dauert dies zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren. Zum Vergleich: petrochemisch hergestellte Kunststoffprodukte, wie z.B. Plastikflaschen, benötigen bis zu 400 Jahre, bis sie sich zersetzen.

Aktuell

Taschenaschenbecher

Das Problem dieser Umweltverschmutzung lässt sich nur über eine Sensibilisierung und Änderung des Verbraucherverhaltens nachhaltig lösen. Der BVTE und seine Mitgliedsunternehmen sind bereit, hier ihren Beitrag zu leisten und bemühen sich bereits seit vielen Jahren um eine Sensibilisierung der Konsumenten für diese Problematik. Die Ausgabe von „Taschenaschenbechern“ ist hier ein wichtiger Baustein.

Die Industrie arbeitet an einer Kennzeichnung und Information auf den Verpackungen, die in Zukunft die Konsumenten daran erinnern soll, ihre Abfälle ordentlich zu entsorgen.

Zusätzlich plant der BVTE eine Aktion für die Bereitstellung von Sammelbehältern für Zigarettenabfälle.

Position

Zigarettenabfälle gehören nicht in die Umwelt!

Der BVTE macht sich für eine Sensibilisierung und Änderung des Verbraucherverhaltens und einen konsequenteren Vollzug bestehender ordnungsrechtlicher Bestimmungen stark, um das Problem nachhaltig zu lösen. Höhere Gebühren für die Hersteller oder gar die Einführung eines Pfandsystems für Kippen werden abgelehnt. Auch sind Städte und Gemeinden gefordert, die kommunale Infrastruktur (Abfallbehälter für Zigarettenkippen) zu verbessern.

Die Hersteller arbeiten zudem gemeinsam mit ihren Zulieferunternehmen an Alternativmaterialien. Die Innovationsfähigkeit von Herstellern sollte nicht durch weitere Abgaben geschwächt werden, sondern z.B. durch Normen und Standards für bessere Umwelteigenschaften von Produkten gefördert werden.

Rechtliches

Unter Regulierung finden Sie alle rechtlichen Dokumente.